Felicitas Frischmuth, 1977. Auf dem Papier steht: „Mit mir kann man reden auch ohne die Scheibe kaputt zu machen“ / @ Archiv Leo Kornbrust

Felicitas Frischmuth

Felicitas Frischmuth wurde 1930 in Berlin geboren. Sie studierte Musik, klassische Philologie und Philosophie an der Universität in Frankfurt/Main (u.a. bei Theodor Adorno) und München.
Nach dem Studium reiste sie kreuz und quer durch Deutschland und nahm zwischendurch Gelegenheitsjobs an um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. So stand sie 1957 Modell in der Zeichenklasse an der Akademie für Bildende Künste in München – und lernte dort Leo Kornbrust kennen. 1958 heirateten sie.

Nach einem Rom-Aufenthalt siedelte das Ehepaar 1960 nach St. Wendel um. Zu der Zeit publizierte sie bereits regelmäßig Texte in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien, für Funk und Fernsehen – Gedichte, Prosa, Beschreibungen, Texte zur bildenden Kunst, Katalogbeiträge, Übersetzungen, Lesungen. 1977 veröffentlichte Felicitas Frischmuth ihren ersten Gedichtband („Papiertraum“), viele Bücher folgten.
1978/1979 lernte sie während eines Studienaufenthaltes im Atelierhaus Worpswede die Malerin Jutta Amsel kennen, mit der sie bis zu ihrem Tode etliche gemeinsame Projekte durchführte.

1971 organisierte sie mit ihrem Mann das Internationale Steinbildhauersymposion in St. Wendel, begleitete den Prozess auch mit zahlreichen Texten. Ab 1979 trug sie die Erweiterung des Symposions zur Straße der Skulpturen organisatorisch und vor allem „literarisch“ mit.

Felicitas Frischmuth erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, u.a. den Kunstpreis des Saarlandes für Literatur (1982) und den Förderungspreis im Rahmen der Verleihung des Andreas-Gryphius-Preises der Künstlergilde Esslingen in Glogów/Polen (ehem. Glogau, Ostpreußen) (1984).

Felicitas Frischmuth ist 2009 in St. Wendel gestorben.